Armagnac

Kaum ein anderer edler Weinbrand wird so oft missverstanden und unterschätzt wie der Armagnac. Erst seit einigen Jahren bietet der Fachhandel ein breit gefächertes Sortiment dieser feinen Spirituose an. Seinen heutigen Stellenwert verdankt er nicht zuletzt vielen engagierten Gastronomen, die seine Qualitäten entdeckten und ihm einen gebührenden Platz innerhalb ihrer Digestifauswahl einräumten.

Im Weisshaus Shop bieten wir Ihnen eine Auswahl edler Armanacs der Hersteller Samalens, Cerbois und Marquis de Sauval. Lassen Sie sich von der Qualität dieser feinen Weinbrände überzeugen und bestellen Sie noch heute!

Samalens VSOP Bas Armagnac 40% vol. 0,70l 32,90 € 1 l = 47,00 € *
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Samalens Reserve Imperiale X.O. Bas Armagnac 40% vol. 0,70l 84,90 € 1 l = 121,29 € *
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Cerbois 50 YO Bas Armagnac 40% vol. 0,70l 219,90 € 1 l = 314,14 € *
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Stets erliegt man dem Vorurteil, beim Armagnac handele es sich sozusagen um den »kleinen Bruder« des schon wegen seines Rufs viel höher gewürdigten Cognacs. Diese Behauptung lässt sich aber leicht widerlegen. Armagnac ist nämlich zum einen sehr viel älter (erste urkundliche Erwähnung 1461), zum anderen steht auch der Armagnac in Sachen Qualität dem Cognac in nichts nach.

Wie beim Cognac ist der Begriff Armagnac gesetzlich geschützt. Das heißt, nur Weinbrand aus der französischen Gascogne darf diesen Namen tragen. Die verwendeten Trauben werden auf 14.000 ha Rebfläche in den Départements Gers, Lades und Lot-et-Garonne angebaut. Um eine Flasche mit dem begehrten Etikett des Bas-Armagnac versehen zu können, sind strenge Auflagen zu erfüllen. Unter anderem muss das Destillat zu hundert Prozent aus der Region Gascogne stammen, und auch die Weiterverarbeitung darf nicht woanders stattfinden.

Von der Traube in die Flasche

Traubenlese – Kelterung – Destillation – Lagerung 1 – Lagerung 2 – Abfüllung

Traubenlese

Folgende Rebsorten, von eigentlich 10 zugelassenen, werden verwendet: Ugni Blanc: mengenmäßig das Schwergewicht, wenig Alkohol, viel Säure Baco Blanc: eine 1909 kreierte Hybride aus Folle Blanche und Noah, für volle, kräftige Brände, nach langer Fassreifung Weichheit und reife Früchte Folle Blanche: ehemals Piquepoult, elegant-florale und lang nachklingende Brände Colombard: trocken, alkoholisch Die Rebstöcke der Weine müssen mindestens 5 Jahre alt sein.

Kelterung

Aus den Trauben wird ein Wein mit ca. 7 - 9% vol. gekeltert, die viel Säure enthalten. Zustätze wie Schwefeldioxid und Zucker, auch das Umfüllen während des Gärprozesses, sind verboten.

Destillation

Der Wein wird nun in einer Alambic Armagnacais destilliert. Nur ein Brennvorgang mit kontinuierlicher Destillation in einer Rektifikationskolonne, bei dem der Roh- und der Feinbrand in einem Prozess gebrannt werden. Das ist eine Apparatur zur Trennung der verdampfbaren Komponenten. Sie liegt zwischen der Brennblase und dem Kondensator, der die verdampften Bestandteile durch Abkühlung wieder verflüssigt. Destillationsperiode: Anfang November bis 31.3. (offiziell); 31.01. (in der Praxis)

Lagerung 1

In jeweils neuen Fässern aus 3-5 Jahre an der Luft getrockneter, gasconischer Steineiche; und zwar so lange, bis der Kellermeister entscheidet, dass alle maßgeblichen Aromenbestandteile aus dem Holz herausgelöst sind. Fassvolumina zwischen 225Liter und 420 Liter (lt. den Kellermeistern beträgt das optimale Volumen zwischen 400 – 420 Liter.

Lagerung 2

Umfüllung des Destillates in ältere Fässer zur langsamen Reifung 6 – 8 Jahre.

Abfüllung

In üblicherweise bauchige Flaschen mit langem Hals (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Der Charakter

Armagnacs weisen in der Regel Aromen von Vanille, Quitte, Honig und Lindenblüten auf. Je länger ein Armagnac im „Zweitfass“ lagert, umso mehr wird er zum rancio und gewinnt Aromen von gerösteten Nüssen, Lakritz, Schokolade und Tabak hinzu.

Klassifizierung

Fassreifezeit des jüngsten Armagnacs der Assemblage

Drei Sterne oder V.S. Very Special mindestens 2 Jahre Fassreifung
V.S.O.P. Very Superior Old Pale mindestens 5 Jahre Fassreifung
X.O. Extra Old mindestens 6 Jahre Fassreifung
Hors d´Age   mindestens 10 Jahre Fassreifung

Bei den Millesimes – den Jahrgangsbränden - gilt folgende Einteilung

Blanche d´Armagnac keine Fassreifung
Armagnac bis 6 Jahre Fassreifung
Vieil Armagnac länger als 6 Jahre Fassreifung

Herkunft

Bas-Armagnac erstklassige Trauben ohne Gebietsverschnitt
Appelation Armagnac der Armagnac kann aus Bränden der Gebiete Tenareze, Haut-Armagnac, oder aus allen drei bestehen

Millesime oder Assemblage

Millesime Brände aus einer Jahrgangssorte Eau-de-vie, wird von den selbst produzierenden Brennereien praktiziert.
Assemblage Sorten- und Jahrgangsverschnitt der eaux-de-vie, wird von denHandelshäusern, für eine konstante Qualität durchgeführt.

Die Armagnac-Regionen

Der beste Armagnac stammt aus dem Tiefland, dem Bas-Armagnac um Eauze, aber auch das Haut-Armagnac mit der Hauptstadt Auch und die Region Tenareze erzeugen Qualitätsbrände. Die Bodenbeschaffenheit der einzelnen Regionen wirkt sich in merkwürdiger Form auf die Qualitäten aus. Während die Kreideböden der Charente erlesene Cognacs hervorbringen, wachsen die Trauben für die schwächsten Armagnacs auf den Kreideböden des Haut-Armagnac. Diese Destillate werden oftmals nicht zu Armagnac verarbeitet, sondern vielmehr als Grundstoff für die in dieser Region ebenfalls ansässigen Likörproduktionen verwendet. Die feinsten Armagnacs stammen von den Sandböden des Bas-Armagnac, während die Tonerde des Tenareze einen leichten und schneller alternden Weinbrand hervorbringt.

3 unterschiedliche, seit 1909 per Dekret definierte, Gebiete:

Das Bas Armagnac – Hauptstadt Eauze – besitzt lehmige, fahlrote Sandböden und ein feucht-mildes Klima; die Eaux-de-vie weisen viel Frucht und Finesse auf.

Die Tenareze - Hauptstadt Condom – weist tonhaltige Böden und eine Mischung aus feucht-warmem und mediterranem Klima auf. Die Eaux-de-vie aus dieser Region sind kräftig und körperreich.

Das Haut-Armagnac – Hauptstadt Auch – besteht aus kalkhaltigen Hügeln und weist ein mediterranes, eher trockeneres Klima auf. Die Brände dieses Gebietes sind deutlich schärfer und härter.

Geschichte des Armagnac

Armagnac gilt als das älteste Lebenswasser Frankreichs und findet bereits anno 1461 unter der Bezeichnung aygordent seine erste urkundliche Erwähnung. Schon im 16. Jahrhundert wurde Armagnac (damals noch nicht unter diesem Namen bekannt) aus der Gascogne nach England, Nordfrankreich und in die Niederlande exportiert. Der Name Armagnac erscheint erstmals 1595 auf einer Landkarte. Seitdem benannte man den Weinbrand nach seiner Herkunftsregion. Im 17. Jahrhundert sorgten die Niederländer als damalige größte Handelsmacht für einen sprunghaften Anstieg des Bekanntheitsgrades, indem Sie mit der Zugabe des Weinbrandes Ihre exportierten Weine haltbar machten. Im 18. Jahrhundert war der Armagnac am französischen Hof etabliert. 1878 kam der große Einbruch, als die Reblaus ganze Ernteerträge vernichtete. Nach dieser Katastrophe konnte der Armagnac nie wieder an seine früheren Glanzzeiten anknüpfen. Während der Nachkriegsjahre des zwanzigsten Jahrhunderts zog die Nachfrage wieder enorm an, das führte allerdings teilweise zur Verminderung der Qualität und einem Prestige- und Imageverlust. Der Armagnac wurde seitdem und wird auch heute noch, unverdientermaßen, als Cognac zweiter Wahl angesehen.

Genießerempfehlung

Genießen Sie den Armagnac auf jeden Fall pur, bei Zimmertemperatur (16 – 18 Grad Celsius). Bitte nie, aber auch wirklich niemals auf Eis! Geben Sie den heißblütigen Gascognen in einen Schwenker und lassen ihn noch ein paar Minuten atmen um sein Bouquet zu entfalten. Das Glas schwenken kann man machen, muss man aber nicht. Vor dem ersten Schluck atmen Sie seinen Duft ein, erfreuen sich an seinem außerordentlichen Bouquet. Wenn der Armagnac nun Ihren Mundraum betört, nehmen Sie auf jeden Fall noch eine Brise, atmen Sie seinen Duft erneut ein um zusätzlich zur Zunge die Nase auch weiterhin „dabei zu halten“.

Der Monsieur aus dem wilden französischen Süden wird Sie mit einem Füllhorn an Aromata belohnen. Santé!

 

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